Dienstag, 1. April 2008

Semana Santa en Colombia

Wie schoen kann das Leben sein, die wohl spannenste Osterwoche meines Lebens hab ich in Kolumbien verbracht. Ca 8 Tage an der Nordkueste und 2,5 Tage vor dem Rueckflug in Bogotá. Warum fragen sich manche macht man so etwas? (vllt koennte man dieses “manche” in der Frage auch mit meinen Eltern ersetzen). 1. Man hat die super Chance meinen kolumbianischen Freund Sergio zu besuchen, den ich aus meiner Zeit in Vichy kenne und der auch schon einmal auf Steppvisite in Deutschland war. Ausserdem hab ich in Kolumbien auch noch Tim und Astrid trefffen koennen, 2 Mitstudenten aus Maastricht die auch jeweils ihren Austausch in Kolumbien und Brasilien machen.
Also mal ein paar Details zur Reise. Mein Flug ging mit Zwischenstation nach Baranquilla, was im Lonely Planet liebevoll beschrieben wird als Masse aus haesslichem Betonkloetzen. Hm und ich geb zu das triffst es ziemlich gut. Allerdings ist es witschaftlich eine der wichtigsten Staedte Kolumbiens (direct an der Kueste) und deshalb auch recht beliebt zum wohnen. Am gleichen tag noch gings mit Sergio und Juan Pi auf zum Parque Nacional Tayrona. So zumindest der Plan. Bloed nur dass wir ne halbe Stunde nach Oeffnungszeit ankamen und so spontan in Santa Marta beim Onkel von einer Schulfreundin von Sergio schlafen mussten (mit dem liebevollen Namen Fiffi, die habens echt mit bescheuerten Namen)…
Am naechsten Morgen gings dann auch endlich los in den Park, der einen erst einmal fuer ca ne Stunde durch dichten Palmenwald fuehrt bis man zu wunderschoenen und (recht) verlassenen Straenden geleitet wird. Ich war im Park uebrings insgesamt zweimal, einmal mit den Kolumbianern und dann nochmal mit den Deutschen als Sergio etwas frueher nach Bogotá zurueckgekehrt ist weil sein Studium weiterging. Zwei Tage bin ich mit Sergios Familie auf nach Cartagena, das Ferienidyl in Kolumbien mit Kolonialstadt, schicken Restaurants und guten Rumbas (richtig Partys). Weil ich mir das einfach nicht hab nehmen lassen hab ich Sergio plus gesamte Familie ins Hiltonhotel eingeladen und spaeter abends in eins der besten Hotels. Weil das aber schon ein Paar Tage her ist weiss ich die Details nicht mehr ganz, kann sein das ich hier das eine oder andere Detail verdrehe. Danach ist Sergio zurueck und ich hab wie erwaehnt Tim und Astrid im Park getroffen. Weil ich Abstand vom High-Society-Leben brauchte war ich so klug nur das noetigste Geld mitzunehmen und weil die beiden noch ein bisschen klueger waren haben sie noch ein bisschen weniger Geld mitgenommen. Da es ein Nationalpark ist gibts auch leider keine Bankautomaten in der Naehe und so kamen wir in unserer letzten Nacht zum Genuss unglaublich viel Brot zu verzehren und bewaffnet mit zwei Schlafsaecken fuer drei Personen (ich hab mich da nicht eingemischt und hab die beiden um den 2. kaempfen lassen) wurde die Nacht dann direct am Strand verbracht. Alle haben sich gefreut ueber dieses einzigartige Erlebnis, und damit schliess ich auch die 3.546.000 Muecken ein die sich dort tummelten…
Nach einer weiteren Nacht in Santa Marta die mit Rum versuesst wurde gings per Flieger zurueck nach Bogotá, wo ich noch 2 Tage mit Sergio, seinem Bruder und seinem 24-jaehrigen Onkel (bitte keine Fragen im Detail hierzu) in Sergios Studentenbude gehaust habe. Wer mein Zimmer in Smeermaas gesehen hat macht sich hiervon allerdings falsche Vorstellung. Schliesslich hatte ich keinen riesen LCD-Fernseher ueberm Bett haengen und ebensfalls kein ZImmermaedchen das jeden morgen Arepa, Ruehrei und frischgepressten Saft zum Fruehstueck bereitet. Kolumbianer muesste man sein, zumindest ab und zu… Die letzten Tage hab ich mit Stadt erkunden, Kolumbianer kennenlernen, rumbear (Erklaerung siehe oben, mal schaun wer hier so aufpasst) und Soutpark gucken verbracht. Es war die Hoelle. Da ist man doch froh dass man wieder im regnerischen Quito angekommen ist und endlich studieren darf.
Einen wichtigen Teil der Reise wurde bisher ausgelassen, das Essen. Ja und ich kann euch schon schreien hoeren, “mein Gott faengt der wieder damit an…”, aber das Essen war einfach zu lecker um es nicht zu erwaehnen. Sergio hatte den festen Plan mich alles probieren zu lassen was typisch ist und voller Stolz kann ich sagen ich bin weit gekommen, aber schliesslich hat es doch nicht gereicht… Mein persoenlicher Favorit der Reise ist jugo de lulo con leche, die Frucht gibt es in Deutschland soweit ich weiss nicht und deshalb muesst ihr schon hierher kommen um euch selbst zu ueberzeugen.
So das war jetzt verdammt viel Text, ich hoffe es interessiert…
Gruss Basti

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